Kohlendioxid

 
 
​Eines der wichtigsten Nebenprodukte der Ammoniakherstellung ist das freigesetzte CO2. CO2 wird auf zwei Wegen freigesetzt: a) infolge der chemischen Reaktionen und b) als Abgas.
Das CO2, das bei den chemischen Reaktionen des Haber-Bosch-Verfahrens entsteht, ist bereits hochkonzentriert (99,6%) und lässt sich daher unmittelbar in anderen industriellen Verfahren einsetzen. Es wird beispielsweise zu Melamin, Caprolactam und Acrylonitril verarbeitet. Auf diese Weise wird CO2 mittelfristig gebunden – teils für einige Jahre und teils für Jahrzehnte. Dieses CO2 kann noch weiter gereinigt und auf Lebensmittelqualität gebracht werden. Das entsprechende Verfahren wird bei Carbolim durchgeführt, einem unabhängigen Unternehmen, das neben den Ammoniakwerken in Geleen angesiedelt ist. Solches CO2 finden wir später in alkoholfreien Getränken und Bier, auch z.B. beim Fischhändler als Trockeneis oder als Kühlmittel für Lebensmittel und Getränke in Flugzeugen.

CO2-Abgas kommt frei, weil zur Erzeugung der für den Prozess erforderlichen Hitze Gas verbrannt werden muss. Dieses CO2 lässt sich nur schwer auffangen und wird in den Werken über den Schornstein abgeblasen.
​OCI Nitrogen war eines der ersten Unternehmen, das im Zuge eines sog. CCS-(Carbon Capture and Storage) Projekts das Restkohlendioxid im Erdboden unter dem Chemelot-Park speichern wollte. Leider verlangt die niederländische Regierung vor einer Speicherung noch weitere ausführliche Untersuchungen der eventuellen Risiken des Verfahrens und hat sich aus der Förderung des Projekts zurückgezogen.

 
 
 
 
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